Archive for Dezember, 2012

Die etwas andere Weihnachtsgeschichte

Es klingt wie eine Mischung aus Weihnachtsgeschichte und Comedy, war aber eine echte Uli-Rede auf der Jahreshauptversammlung.

25

12 2012

Mahnverfahren. Kann man ja mal probieren.

Es wäre eine interessante Gerichtsverhandlung geworden. Charly kickte für einen Verein der Verbandsliga Südwest. Dort stellte man den Spielern so eine Art Ärztin oder Physiotherapeutin zur Seite. Die Dame, die gleichzeitig Akupunktur, Meerestherapie, Sauerstofftherapie, Yoga, Homöopathie und andere Rituale betreibt, durfte in Spielunterbrechungen auf den Platz sprinten um attraktive junge Männer, die sich am Boden krümmen, mit Eisbeuteln zu versehen.

Auf diese Weise lernte sie auch Charly 2-3 mal kennen. Weiteren Kontakt gab es keinen. Nachdem eines Tages die (so dachten alle) ehrenamtliche Tätigkeit der „Sportmedizinerin“ beendet war, flatterten den Spielern Rechnungen ins Haus. Knapp 1.700 EUR sollte Charly bezahlen. Wofür wurde nicht ganz klar. „Kurios“, dachte sich der Kicker und zahlte nicht.

Dann machte die Dame ernst. Gerichtlicher Mahnbescheid. Read the rest of this entry →

21

12 2012

Ohne Anwalt: Allianz versucht, Geschädigten nach Unfall abzuzocken!

Nach einem Unfall kann der Geschädigte die voraussichtlichen Reparaturkosten von der gegnerischen Haftpflichtversicherung – auch der Allianz – erhalten, ohne reparieren zu müssen (sog. fiktive Abrechnung).

Die Kalkulation dieser voraussichtlichen Reparaturkosten beruht häufig auf den Stundensätzen und Ersatzteilpreisen von markengebundenen Reparaturwerkstätten. Diese sind in der Regel erheblich höher, als bei so genannten freien Werkstätten. Nicht nur die Allianz möchte natürlich lieber nach den niedrigeren Stundensätzen abrechnen.

Den Streit darüber, welche Stundensätze bei der fiktiven Abrechnung eines Unfallschadens angesetzt werden dürfen, hat der Bundesgerichtshof dem Grunde nach entschieden. Read the rest of this entry →

20

12 2012

Ergo will in diesem Jahr nichts mehr zahlen

Der Kostendruck in der Kfz-Haftpflichtversicherung ist hoch. Die Schadensquote in Deutschland liegt bei ca. 102% – 110%. Von jedem eingenommenen Beitragseuro gehen folglich 1,02 € – 1,10 € an Geschädigte raus.

Unbekannt ist, ob das der Grund dafür ist, das die Ergo in diesem Jahr nichts mehr zahlen will. Die Geschäftsleitung hat nach Angaben der Sachbearbeiterebene einen Zahlungsstop verfügt. Das hat eine Dame immerhin freundlich, entschuldigend (wir können nichts dafür) und in klar verständlicher Sprache mitgeteilt. Kohle gibt es erst wieder im neuen Jahr.

Das ist doch ein Fall für den Kundenanwalt der Ergo. Oletzky. Übernehmen Sie. Hat das Euer Didi verzapft?

Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob ich mir das gefallen lassen soll. Im aktuellen Fall fehlen ca. 200 €, die unstreitig nachzuzahlen sind. Aber eben nicht mehr in diesem Jahr.

Mal sehen, ob ein Drohschreiben an die Ergo hilft…

Update 19.12.12: Hat geholfen. Heute faxte die Ergo den Überweisungsbeleg. Es wird also doch noch gezahlt, wenn auch nur unter Zwang.

18

12 2012

Zurichs Didi droht mit Kammer. Ein Fall für den Staatsanwalt?

Ich habe einen neuen Brieffreund. Er sitzt bei der Zurich (ehemals Zürich aber das klang zu provinziell). Dort bearbeitet er Rechtsschutzsachen. Der Einfachheit halber nennen wir ihn Didi. Didi war anfangs ganz nett und sachlich. Seinem und meinem Kunden wurde ein schwerwiegendes Verkehrsdelikt vorgeworfen. In der Verhandlung blieb von der Aussage des Belastungszeugen nicht mehr viel übrig. Da noch eine Ordnungswidrigkeit im Raum stand, alleine die Frage nach der Fahrereigenschaft aber noch mindestens einen weiteren Termin erforderlich gemacht hätte, wurde das Verfahren gem. § 153 StPO eingestellt. Von der Erstattung der Verteidigerkosten sah das Gericht ab.

Dies habe ich Didi im Überschwang aufgekommener Glücksgefühle noch am selben Tag mitgeteilt und mich für die Zusammenarbeit bedankt. Mein Geld hatte die Zurich – wie bei Strafprozessen üblich – schon vorher bezahlt. Drei Tage später kam eine Mail mit einem Brief im .PDF-Format (immerhin): „…dürfen wir um Übersendung des Urteils bitten.“ Read the rest of this entry →

17

12 2012

Das dritte ESO 3.0 saniert das Mainzer Rathaus

Zwei schicke ESO 3.0-Geräte hatte die Stadt Mainz, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Das hat auch sehr gut funktioniert. Laut Mainzer Rheinzeitung fuhren im Zeitraum des vergangenen Jahres gerade mal 3,44% der gemessenen Fahrzeuge zu schnell. Doch nun darf gerechnet werden: Von diesen 3,44% schafften es 66% nicht, eine Übertretung um mehr als 10 km/h zu begehen. Weitere 23% überschritten die 10 km/h-Marke, blieben aber unter 15 km/h. Bleibt eine ziemlich kleine Zahl an bösen Verkehrssündern, denen beigekommen werden muss. Read the rest of this entry →

15

12 2012

Unentschieden in Unterzahl

…ein Fortsetzungsroman in zwei Teilen.

zu Teil I – „Einer Vorladung kam der Fuchs nicht nach“

 

ESO 3.0.

Das ESO 3.0 in seiner natürlichen Umgebung

Ansatzpunkte für Krawall eine konfliktreiche Verteidigung gab es genug. Neben der Identität war auch der Zeitpunkt der Vorladungen, die die Verjährung unterbrechen könnten, fraglich.

Zudem enthielten die Einladungen der Polizei keine Rechtsmittelbelehrungen. Das ist für das Einladen von Beschuldigten aber vorgeschrieben. Wollte die Polizei etwa nur als Zeugen laden? Dann hätten die Einladungsschreiben aber die Verjährung nicht unterbrochen und der ADAC hätte Recht gehabt, irgendwie.

Schließlich erfolgte die Messung mit dem in unserer Region als Marktführer verbreiteten ESO 3.0. Das ist ein tolles Gerät. Der Hersteller verrät niemandem, wie sich der Messwert bildet und auch die elektronischen Dateien des Messvorganges können mangels vorhandener Verschlüsselung jederzeit unbemerkt geändert werden. Einige Gerichte haben das Messgerät deshalb kassiert. Andere rollen mit den Augen, berufen sich auf die Betriebserlaubnis der PTB und winken durch, bzw. ab. Read the rest of this entry →

14

12 2012

Einer Vorladung kam der Fuchs nicht nach.

OWi oder VOWi oder – für den nicht geweihten: Verkehrsordnungswidrigkeiten haben mit der schönsten Hauptsache der Welt – Fußball – eines gemeinsam: Man weiß nie, wie es ausgeht.

Heute wurde ein Allerweltsvergehen verhandelt. 39 km/h zu schnell kosten außerorts derzeit 200 €, mit Gebühren sogar 223,50 €. Zudem gibt es 3 Punkte für die Flensburger Verkehrssündertabelle.

Auf dem Bild: Ein Mann. Halterin: Eine Frau. Also erhielt Hermine Fuchs als eingetragene Halterin des Wagens einen Zeugenfragebogen. Sie möge mitteilen, wer der Fahrer war. Hermine antwortete nicht. Read the rest of this entry →

13

12 2012